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Die Geschichte des
E-Bass Der Kontrabass war und ist ein Instrument, das je nach
Qualität des verfügbaren Modells einen unverwechselbar schönen Klang
produzieren kann. Er hat nur einen großen Nachteil, er ist zu leise.
Erwiesenermaßen brauchen die langwelligen Schwingungen der tiefen Töne ein
Vielfaches mehr an Lautstärke als z.B. eine Gitarre, um sich Gehör beim Zuhörer
zu verschaffen. Dies konnte der Kontrabass nicht leisten. Ab den 30er Jahren
wurde mit Pick-Up Systemen und Verstärkeranlagen experimentiert, aber nichts
dergleichen konnte sich wirklich durchsetzen. Was im Jazz-Trio noch vernehmbar
war, fand seine Grenzen bei großen Veranstaltungen z.B. eines Elvis Presley, wo
der Bassist doch mehr oder minder die Statistenrolle zugeteilt bekam. Doch das sollte sich ab den 50er Jahren ändern... Leo Fender verwirklichte die Idee, einen
Elektorgitarre,
die es schon länger gab, mit einem Kontrabass zu kreuzen. Er schuf dabei den
modernen, noch heute aktuellen E-Bass. Es gab wohl schon kurze Zeit vorher
Entwicklungen dieser Art, die sich aber nicht durchsetzten. 1951 brachte Fender den Precision-Bass heraus. Der Name
Precision bezog sich auf die Bundierung des Basses, die eine „präzise“
Intonation ermöglichte, ohne sich vorher jahrelang an klassischen Übungen wund
zu üben. Anfangs noch sehr klobig erhielt er 1957 sein endgültiges Design.
1960 brachte Fender dann ein witeres Modell auf den Markt, den Jazz-Bass. Er
hatte im Gegensatz zum
Precision-Bass zwei Tonabnehmer und einen schmaleren Hals. Diese beiden Modelle
wurden zu absoluten „Classisc“ und sind heute noch sehr beliebt und gefragt,
gerade die Modelle, die vor dem Firmenverkauf
an CBS bei Fender gefertigt wurden. Auch die Firma Gibson kam kurz nach Leo Fender mit E-Bässen
auf den Markt, von denen der EB 0 einer der erfolgreichsten war. Die Firma
Rickenbacker wurde mit ihrem 4001 bekannt, der auch weite Verbreitung erfuhr.
Eine deutsche Firma namens Höfner verdnakt ihren anfänglichen Erfolg auf dem
Bass-Sektor wohl dem Beatle Paul McCartney, der einen ihrer Bässe, nämlich das
Violin-Bass-Modell 500/1 spielte. Das Design wurde am ersten Gibson Bass, dem EB
1 nachempfunden. Die 50ger Jahre verstrichen allerdings noch größtenteils
in der Unaufdringlichkeit der Kontrabasslautstärke. Erst in den 60ger Jahren
setzte sich der E-Bass wirklich durch und verdrängte somit den Kontrabass aus
der Popmusik. Bassisten wie James Jamerson, John Entwistle, Paul McCartney
verhalfen dem Bass zu einer nicht nur grundlegenden Aufgabe, die er auch heute noch auf alle Fälle erfüllt und
auch nicht verlieren wird. Man fing
an, das Instrument mit sogenannten Riffs zu versehen, deren Wiedererkennungswert
groß war. In den 70ger Jahren trat der Fretless-Bass in Erscheinung,
gefeatured durch Jaco Pastorius, der diesem Instrument vehementes Leben
einhauchte. Er wurde einer der wichtigsten Vertreter des Electric Jazz. Der
Klang des Fretless-Basses ähnelt wieder mehr des Kontrabasses, da die
Einschwingungsphase der Saiten länger dauert als beim bundiertem Bass. Im Laufe der 80ger Jahre drängten immer mehr Basshersteller auf den Markt. Die oftmals kleinen Anbieter konnten aufgrund der Flexibilität, die sie wegen ihrer überschaubaren Firmengröße beibehalten konnten, mehr auf individuelle Bedürfnisse der Bassisten eingehen. Die Auswahl der Hölzer wurde differenzierter, die Elektronik der Bässe wurde aktiv mit Strom versorgt und ausgefeilter. Es kamen Midi-Interfaces auf den Markt, die es ermöglichten, via Bass Keyboard oder Sampler-Sounds anzusteuern. Der allgemeine Standart der Bässe glich sich dem gestiegenen Standart der Musiker selber an. Ned Steinberg brachte einen Bass ohne Kopfplatte (Headless) heraus, der dazu noch einen Graphithals hatte, sich also nicht verziehen konnte und auf allen Stellen des Halses gleichbleibend gute Tonqualität aufwies. 5-, 6- und 8-saitige Bässe gab es auch schon früher, nur
hatten sie sich bis dahin nicht durchgesetzt. Durch die Notwendigkeit mit
Keyboardbässen konkurrieren zu müssen, wurde der 5-Saiter mit tiefer H-Saite
zum Standartgerät. Solistische Ansprüche gaben dem 6-Saiter seine
Daseinsberechtigung. In diesem Zusammenhang seinen Anthony Jackson und John
Patitucci erwähnt . Die Firma Warwick kam daraufhin 1991 mit dem 7-Saiter auf
den Markt, und auf der Musikmesse 1992 in Frankfurt war auch ein 12-saitiges
Instrument dieser Firma zu bewundern. Allerdings handelt es sich um einen
4-Saiter, bei dem sich zu jeder Bass-Saite 2 Oktavsaiten hinzugesellen und nicht
um ein Surfbrett.
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